ABSENCE-OF-FEAR.DE

Neben der Inneneinrichtung ist auch die Beleuchtung ausschlaggebend für das Aussehen. Durch sie empfinden wir, ob eine Station ansehlich oder doch eher scheusslich ist.

Zunächst einmal: Die üblichen Lichtstreifen. Überall zu finden und überall langweilig. Sowas findet man auch in Baumärkten und ist nichts besonderes.

Den Fürthern war das zu langweilig. Also haben die die Leuchtstoffröhren quer zur Fahrbahn ausgerichtet. Genauso aufregend.

Die Hannoveraner dachten sich, mit dem Geld, was durch die Expo in die Stadtkasse floss, auch mal das Licht aufzupeppen. Also hat man ein wenig blau hinzugefügt.

Weitaus interessanter wird es in Essen. Dort hat man gleich die ganze Station Hauptbahnhof in blaues Licht getaucht. Vorteil: Die Fixer finden ihre Adern nicht und können sich so kein Heroin spritzen.

Der neuste Trend ist die indirekte Beleuchtung, wie hier in Frankfurt. Große weiße Flächen reflektieren die Strahler und sorgen für eine ausgewogene Beleuchtung. Zumindest solange, bis diese Flächen nicht dreckig werden...

Eine andere Variation der Leuchtstoffröhren, gepaart mit indirektem Licht: Die Pyramiden in der Station Gern in München. Sieht gut aus und wirkt auch gut.

Sehr positiv: Die Station Killesberg in Stuttgart, hier erkennt man nocht nicht einmal wirklich, wo die Lichtkörper sich befinden.

Hier wurden gleich mehrere Lichtquellen verwendet: Auf der einen Seite werden die Wände blau angestrahlt, dazu kommen auch die großen Lichtkuppeln, die den Westfriedhof in München einzigartig machen.

Schon am Anfang des 20. Jahrhunderts hatte man interessante Lichtkonzepte, wie hier am Heidelberger Platz. Leider entstehen dort aufgrund der ungleichen Lichtsituation auch dunkle Ecken.

Hier, am Königsworther Platz in Hannover, hat man einen großen Fehler gemacht. Nein, es ist nicht dieses kitschige Vorgarten-Terracottadesign der 80er, sondern dieses hässliche gelbe Kunstlicht. Es passt überhaupt nicht zu der Station und allgemein zu Untergrundstationen.
Die Station Olympia-Einkaufszentrum in München verfügt auch über ein nettes Lichtdesign. Große runde Leuchter strahlen den Bahnsteig an, der Gleisbereich bleibt eher dunkel und leitet so die Fahrgäste in den richtigen Bereich.
Sehr schöne Lampen in Paris Magenta, die einen schönen Kontrast zum fast unbehandelten Beton der Decke geben.
Dreiecke als Beleuchtung in Barcelona Sant Marti, nett.
Barcelona Canyelles: So können Leuchtstoffröhren auch aussehen: Geschwungen wirken sie nicht so steif.
Mal etwas ganz außergewöhnliches: Am Bochumer Lohring kommt das Primärlicht vom Boden und nicht von der Decke. Mich wundert es, dass die Station nach zwei Jahren Benutzung immer noch so neu aussieht. Was wohl ist, wenn die ganze Station voller Menschen ist und man den Boden nicht mehr sieht? Dann wirds dunkel...


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